AKTUELL

24. April – 26. Juni | 18. August – 16. Oktober
Vanitas
Gedankenspiele über Eitelkeit und Vergänglichkeit

GEDANKENSPIELE IM MUSEUM 

Alles Leben ist vergänglich. Ist die Vanitas eine mögliche Antwort auf die Krisen der Gegenwart? Vermag, was gestern war, uns heute mehr abzuringen als ein nachsichtiges Lächeln? Das Museum Fram wagt das Experiment und setzt in einer Ausstellung und einem Theaterstück die früheren Bilder- und Gedankenwelten unseren heutigen Blicken aus.

AUSSTELLUNG «VANITAS»
Die Ausstellung lädt anhand von Bildern, Objekten und Texten aus der Region Einsiedeln zur Begegnung mit der Vanitas ein – und mit sich selbst.

Kuration und Texte: Giulia Passalacqua, Heinz Nauer
Szenografie und Grafik: Barbara Pulli

24. April – 26. Juni | Sommerpause | 18. August – 16. Oktober
Donnerstag – Sonntag, 14–18 Uhr
Freier Eintritt, Kollekte

THEATER «MEMENTO MOMENTUM»
Ein Museum. Eine Führung. Ein Wiedersehen. Eine Erinnerung. Das Stück gräbt eine längst vergangene Liebe aus und lässt dabei das Publikum tief in die Gedankenwelt der Figuren eintauchen. Auf das Hier und Jetzt wird angestossen. Memento Momentum – und doch ruht die Vergangenheit nie.

Text und Regie: Livia Stampfli-Huber
Es spielen Mitglieder der Theatergruppe Chärnehus

April: Sa 23 Premiere, Fr 29, Sa 30
Mai: Fr 6, Sa 7, Fr 13, Sa 14, Fr 20, Sa 21
Juni: Do 2, Fr 3, Fr 10, Sa 11, Fr 17, Sa 18, Do 23, Fr 24
Die Aufführung beginnt um 20 Uhr
Ausstellung und Museumscafé sind ab 19 Uhr offen
Eintritt: CHF 30, Tickets unter: www.showticket.ch

 

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Flyer Vanitas Museum Fram

Die Vanitas-Verantwortlichen

Vanitas Einsiedler Anzeiger 22.04.22

Vanitas Bote der Urschweiz 22.04.22

Vanitas_Medieninformation_06.04.2022

 

 

WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG BEI:

Der Bezirk Einsiedeln unterstützt die Stiftung Kulturerbe Einsiedeln mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2022 bis 2024.

RÜCKSCHAU

2019
Ein himmlisch’ Werk
Musikalische Schätze aus dem Kloster Einsiedeln

Ein himmlisch’ Werk – schwarz auf weiss!

Die Texte und Übersichten in der Ausstellungt «Ein himmlisch’ Werk», die in der Begleitbroschüre zu finden sind, stammen zum grössten Teil von P. Lukas Helg, der die Ausstellung auch konzipiert hat. Den kleineren Teil hat sein Co-Kurator Christoph Riedo begeisteuert, Walter Kälin hat die Broschüre redigiert und lektoriert, Sara Jäger hat sie für die Druckerei Franz Kälin AG gestaltet. Finanziert wurde sie von Heino von Prondzynski und von der Stiftung Kulturerbe Einsiedeln bzw. von den Institutionen und privaten Gönnern, welche die Ausstellung unterstützt haben.

Diese Broschüre ist also noch vorrätig und zum Preis von CHF 10.00 im Museum Fram zu beziehen. Sie können Sie per E-Mail (info@fram-einsiedeln.ch) oder telefonisch (055 412 91 30) bestellen oder direkt im Museum Fram an der Eisenbahnstrasse 19 in Einsiedeln abholen. Wir sind jeweils montags und donnerstags für Sie da, Sie treffen uns am besten zwischen 10.00 und 12.00 Uhr oder von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Die Ausstellung war im Museum Fram
vom 25. Mai bis 8. Dezember 2019 zu sehen.

Aus heutiger Sicht unvorstellbar: Die Mönche tragen ihre Leidenschaft für die Oper in die Kirche und spielen im Gottesdienst die Ouvertüre zu «Die Hochzeit des Figaro» von Wolfgang Amadeus Mozart. Das sorgfältig geführte Kapellmeisterbuch zeugt davon. Aktenkundig ist auch, dass bei Inszenierungen im Stiftstheater bekannte Werke umgeschrieben wurden, weil im Gymnasium keine Mädchen zugelassen waren. So wurde denn aus Gaetano Donizettis «Fille du régiment» ohne Rücksicht auf Verluste «Der Regi­mentsbursche». Den Grundstein für die beeindruckende Sammlung mit einigen Kuriositäten und zahllosen Kostbarkeiten legte Pater Gall Morel, der für das Kloster Einsie­deln neben einem Skizzenblatt von Mozart auch Briefe von Mendels­sohn, Liszt, Verdi oder Wagner erwarb.

Die Ausstellung mit Musikalien aus einer der grössten Musikbibliotheken Europas führt Sie in ver­gangene Jahrhunderte, in denen die Benediktiner musizierten, komponierten und Noten der Gros­sen kopierten. Sie begegnen Johann Christian Bach und Abschriften seiner Werke, welche neben den Autografen die ältesten überlieferten Quellen des katholischen Bach sind. Und Sie machen Bekanntschaft mit klostereigenen Komponisten wie Pater Daniel Meier, dem sein Lehrer Paul Hindemith ge­zeichnete Neujahrsgrüsse schickte. Ganz und gar schweizerisch ist das Autograf einer Messe für Männerchor von Pater Alberik Zwyssig aus Bauen im Kanton Uri. Darin enthalten ist das Graduale «Diligam te Domine», aus dem später – mit neuem Text – der Schweizerpsalm und schliesslich unsere Lan­deshymne wurde.

 

 

Die beiden Kuratoren der Ausstellung sind Pater Lukas Helg, seit 42 Jahren Leiter der Musikbib­liothek, und Dr. Christoph Riedo, Musikwissenschaftler und Kenner der Alten Musik. Für die Ge­staltung zeichnen Mathis Füssler, Zeno Schneider und Paolo De Caro verantwortlich.

Zu neun Komponisten, die in der Ausstellung präsentiert wurden, hat Walter Kälin (Stiftung Kulturerbe Einsiedeln) Musik ausgesucht. Der Fotograf und Filmer Franz Kälin hat sie mit passenden Bildern aus dem Kloster Einsiedeln illustriert. – Angaben zur gespielten Musik.

Das Video zur Ausstellung

 

Medienecho

Tages Anzeiger und Der Bund 12.06.19

Zentralschweiz am Sonntag 02.06.19

Arttv 04.06.19

NZZ Die opernverrückten Mönche 27.06.19

Schweizer Musikzeitung 09.07.19

Musik und Liturgie 04-19

Linth Zeitung 07.08.19

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Medienmitteilung

Flyer

Herzlichen Dank an alle, welche das himmlische Werk
auf irdische Art ermöglicht haben.

2018-2019
Globale Lokalgeschichten aus Einsiedeln

Die Ausstellung «Globale Lokalgeschichten» erzählt anhand von Objekten aus der hauseigenen Sammlung in sieben Stationen recherchierte Geschichten, die mit Einsiedeln und gleichzeitig mit der weiten Welt zu tun haben. Sie handeln von grosser Literatur und kleinen Auswanderern, von heiligen Knochen und von Einsiedler Pilgern, denen die Schwarze Madonna dann doch nicht ganz genügte.

Giulia Passalacqua und Heinz Nauer haben die Ausstellung kuratiert, Mathis Füssler hat die Gestaltung übernommen. Zu den sieben «globalen Lokalgeschichten» liegt bei uns im Museum eine Broschüre auf, die Sie mitnehmen können.

 

Kuration: Heinz Nauer, Giulia Passalacqua
Gestaltung: Mathis Füssler
Grafik: Paolo De Caro
Lektorat: Walter Kälin

Download Broschüre

2017-2018
Benziger — der Weltverlag im Klosterdorf

Vor rund 30 Jahren ist der Benziger Verlag Einsiedeln aus der Schweizer Verlagslandschaft verschwunden. Das Museum Fram widmete im Herbst 2017 der Geschichte dieses einst bedeutenden Verlagshauses die erste umfassende Ausstellung.

Der Benziger Verlag hatte eine Ausstrahlung weit über Einsiedeln und die Schweiz hinaus. Er produzierte und exportierte Heiligenbilder und Gebetbücher in riesigen Auflagen, er gab bedeutende Zeitschriften heraus und machte sich mit theologischer und belletristischer Literatur einen Namen. Im 19. Jahrhundert beschäftigte das Unternehmen Benziger in Einsiedeln und Umgebung bis zu 900 Mitarbeiter, die Familie tat sich als Mäzen hervor und schob im Dorf wichtige Projekte an.

Der Einsiedler Historiker Heinz Nauer hat in seiner Dissertation die Geschichte des Benziger Verlags aufgearbeitet und kuratierte die Ausstellung  zusammen mit Giulia Passalacqua, Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Fram. Für die Ausstellungsarchitektur und Gestaltung konnten sie den Szenografen Mathis Füssler gewinnen. Hanspeter Pfister übernamm das Sponsoring und die Koordination.

Im Ausstellungsjahr waren es übrigens 225 Jahre her sein seit dem offiziellen Gründungsjahr des Verlags. Ein Grund mehr, seine Geschichte im Museum Fram aufleben zu lassen.

Kuration: Heinz Nauer, Giulia Passalacqua
Szenografie: Mathis Füssler
Koordination: Hanspeter Pfister
Flyer: Zeno Schneider

Die erwähnte Dissertation ist auch als Buch erschienen: «Fromme Industrie. Der Benziger Verlag Einsiedeln 1750–1970»

Der filmische Rückblick auf die Geschichte des Benziger Verlags wurde von Giulia Passalacqua und Euromedia S.R.L., Terni (Italien) produziert.

Das Video zur Ausstellung

Medienmitteilung

Flyer

2015-2016
Auf der Suche nach Meinrad Lienert
Eine Ausstellung und Veranstaltungen zum 150. Geburtstag des Einsiedler Dichters

Warum wird ein Dichter heute kaum mehr zur Kenntnis genommen, der zu Lebzeiten und noch lange über seinen Tod hinaus hochgeschätzt, ja geradezu verehrt wurde? Die Ausstellung möchte mithelfen, auf der Suche nach Meinrad Lienert sein Werk, das uns offensichtlich abhanden gekommen ist, wiederzuentdecken oder überhaupt erst kennenzulernen.

Seine „Schweizer Sagen und Heldengeschichten“ aus dem Jahr 1914 sind nach wie vor gefragt und im Buchhandel erhältlich, viele andere seiner Werke aber sind weitgehend vergessen und seine Gedichte haben am ehesten in ihren zahlreichen Vertonungen überlebt. Für die Ausstellung zeichnet eine Arbeitsgruppe mit Susanna Bingisser, Benno Kälin, Walter Kälin, Dani Meienberg und Marann Schneider-Schnyder verantwortlich.

2014
Gruss aus Einsiedeln
Souvenirs und Bilderinnerungen um 1900

Seit dem 9. Jahrhundert reisen Menschen nach Einsiedeln. Die ersten Besucherinnen und Besucher pilgerten zum Hl. Meinrad, später entwickelte sich die Wallfahrt zur Schwarzen Madonna. War der Reisegrund jahrhundertelang religiöser Natur, verschob sich dieser gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Richtung Tourismus. Man suchte nicht mehr nur die besondere religiöse Erfahrung, sondern zusätzlich das, was den Massentourismus auch heute mehr denn je antreibt:

Erlebnisse, die man zu Hause nicht haben kann. Kloster und Dorf erkannten bald die Bedeutung des modernen Tourismus und reagierten unter anderem durch die massenhafte Produktion von Verkaufsartikeln. Es entstand eine eigentliche Wallfahrtsindustrie, die zum Teil ausgesprochen profane Züge annahm. Die Ausstellung, kuratiert von Detta Kälin, präsentiert eine Auswahl an Produkten aus dem touristischen Bereich wie Druckgrafiken, Postkarten und Souvenirs. Zum Kontext der Objekte gehört auch ein Einblick in die Tourismusgeschichte Einsiedelns um 1900.

2013
Dem Meister ein Spiel
Calderón, die Einsiedler und ihr Welttheater

Die Ausstellung im Welttheaterjahr setzt den spanischen Theaterautor aus dem 17. Jahrhundert, Calderón de la Barca, die tausendjährige Einsiedler Theatertradition und die Aufführungen des «Grossen Welttheaters» im Klosterdorf in Szene. Betroffen, ergriffen, entsetzt: Die traditionsreichen Freilichtaufführungen auf dem Einsiedler Klosterplatz liessen Besucherinnen und Besucher seit der ersten Aufführung im Jahre 1924 nie kalt. Fotos, Filme, Kostüme und Requisiten beleuchten die elf Rollen Calderóns und diejenigen der vergangenen fünfzehn Einsiedler-Inszenierungen.

Die von Detta Kälin kuratierte Ausstellung geht in fünf Kapiteln an das komplexe Thema des Welttheaters heran: Wie konzipierte Calderón seine Aufführungen? Was wollten er und seine Auftraggeber mit dem Stück bezwecken? Warum und wie wurde «El Gran teatro del mundo» in Einsiedeln interpretiert und weshalb als Freilichtspiel präsentiert? Ist das Thema heute überhaupt noch aktuell? Wie wurden Calderóns elf Rollen in Einsiedeln im Vergleich zu den Aufführungen im 17. Jahrhundert inszeniert?

2011-2012
Zauberwahn & Wunderglauben
Amulette, Ex Voto und Mirakel in Einsiedeln

Wozu brauchte man den „Teufelsdreck“, die rote Wachskröte und den Rosenkranz aus grünen Käfern? Zauberei und Magie im Klosterdorf? Schwer vorstellbar – und doch bis ins 20. Jahrhundert hinein auch in Einsiedeln Alltag. Amulette, Wunderberichte und Votivgaben dokumentieren menschliche Not und Angst. Sie zeigen aber auch, zu welchen Strategien Menschen greifen, um Grenzsituationen zu meistern.

Man fand Zuflucht in Glauben und Magie, in Gebet und Beschwörung, in Segen und Zauberei. Die von Detta Kälin gestaltete Ausstellung macht deutlich, dass die Übergänge von Glauben zu Aberglauben fliessend waren. Glaube? Magie? Aberglaube? Alternative Medizin? Oder einfach nur ein schönes Ritual?

2010-2011
Süsse Lämmchen und flammende Herzen
Die «fromme Industrie» um 1900 in Einsiedeln

Sagen wir es geradeaus, die meisten heutigen Betrachter haben für ein Andachtsbildchen des ausgehenden 19. Jahrhunderts nur noch ein Wort übrig: Kitsch. Dem Begriff haftet ein negativer Beigeschmack an. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der populärsten Bilder und Bücher aus Einsiedeln in der Zeit zwischen 1860 und 1930. War es Kitsch, was hier in Massen hergestellt wurde? Die Ausstellung wagt eine These dazu. Sie lautet: Das «kitschige» Andachtsbild ist das Ergebnis des Zusammenspiels von katholischer Kirchenpolitik und frühindustriell geprägter Gesellschaft.

Sein bildnerischer Ausdruck ist nicht Zufall, sondern das Resultat einer Entwicklung, in der die Kirche von der einen Seite und die Gesellschaft von der anderen auf eine für die Massen einfach und schnell konsumierbare Kultur zusteuerten. Wie beurteilen wir heute diese Bilder und diese Texte? Spüren wir darin unsere eigene Geschichte auf? Finden wir diese Bilder merkwürdig? Geschmacklos? Eine Zumutung? Oder einfach schön?