Fram-Club

Der Fram-Club ist die Gönnervereinigung des Museums Fram und unterstützt das Museum ideell und finanziell. Er organisiert öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen und Aktivitäten rund um das Museum.
Der Vorstand besteht aus Marann Schneider-Schnyder (Präsidentin), Walter Kälin (Veranstaltungen), Jutta Skocic (Finanzen) und Ingrid Fässler-Heinzer (Organisation).

Eine Einzelperson bezahlt jährlich 33, eine Familie 44 und ein Paar 55 Franken. Der Jahresbeitrag für Kollektivmitglieder (Firmen, Vereine) kostet 300 Franken, Gönner sind ab 500 Franken dabei.

Es würde uns freuen, Sie als Mitglied des Fram-Clubs begrüssen zu können. Schreiben Sie uns ein E-Mail an club@fram-einsiedeln.ch

RÜCKSCHAU

Sonntag
15. September 2019
«Ein himmlisch’ Werk» – Das Konzert zur Ausstellung
Musikalische Schätze aus dem Kloster Einsiedeln
Fram-Club

Konzertprogamm

  • Georg Friedrich Händel (1685-1759): Ouvertüre aus Jephta, g-Moll
  • Johann Baptist Vanhal (1739-1813): Quartett Op. 6/4, G-Dur
  • Johann Christian Bach (1735-1782): Trio Op. 4/2, A-Dur
  • Giovanni Battista Sammartini (1700/01-1775): Trio, D-Dur
  • Johann Baptist Vanhal (1739-1813): Quartett Op. 6/2, E-Dur

 

Es spielen

  • Eva Saladin, Barockvioline
  • Christoph Rudolf, Barockvioline
  • Christoph Riedo, Barockbratsche
  • Bernadette Köbele, Barockcello

 

Sonntag, 15. September 2019,
18 Uhr, Museum FRAM

Eintritt frei, Kollekte

 

Pariser Drucke, Mailänder Handschriften und ein Legat aus London

Christoph Riedo, der am 15. September mit einer Barockbratsche auftritt, ist nicht nur Musiker, sondern auch Musikwissenschaftler mit einem Lehrauftrag an der Universität Basel. Seine Doktorarbeit über geistliche Musik in Mailand im 18. Jahrhundert führte ihn überraschenderweise nach Einsiedeln. Die meisten Quellen liegen nämlich nicht in der lombardischen Metropole, sondern in der hiesigen Musikbibliothek. Teils wurden die Handschriften und Drucke vom Kloster gekauft oder von Mönchen, die in Bellinzona unterrichteten, während ihren Ferien in Oberitalien abgeschrieben, teils handelt es sich bei zahlreichen Werken um grosszügige Schenkungen. Das für den 15. September angekündigte Trio in D-Dur von Sammartini zum Beispiel liegt als Handschrift in der Musikbibliothek, andere Werke, die Riedo für das Konzert ausgewählt hat, wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Paris gedruckt. Die Ouvertüre aus «Jephta» von Händel, die von John Walsh in London verlegt wurde, kam wahrscheinlich über Robert Lucas Pearsall nach Einsiedeln, der seinen gesamten Nachlass dem Kloster vermacht hatte.

Donnerstag
22. August 2019
Fram-Club
Der Musikwissenschaftler und Barockgeiger Christoph Riedo, Kenner der Alten Musik, und Theo Flury, Stiftsorganist und Komponist zeitgenössischer Musik, sind zu Gast bei Walter Kälin.
Riedo ist Co-Kurator der Ausstellung «Ein himmlisch‘ Werk – Musikalische Schätze aus dem Kloster Einsiedeln», die zurzeit im Museum Fram in Einsiedeln zu sehen ist. P. Theo Flury figuriert unter den zwölf Klosterkomponisten, die in der Ausstellung porträtiert werden. Seine Kompositionen werden, wie er selber sagt, meistens nur uraufgeführt und verschwinden dann in der Versenkung. Warum hat es zeitgenössische Musik so viel schwerer in unseren Konzertsälen und Kirchen als die Musik vergangener Jahrhunderte? Der Abend über «Alte Musik und Neue Töne» möchte Antworten auf diese und andere Fragen zur Musikrezeption geben.

Donnerstag,
22. August, 20 Uhr

Museum Fram

 

Donnerstag
18. Juli 2019
Thomas Hürlimann zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller
Fram-Club
In der 1991 zum ersten Mal erschienenen Novelle «Dämmerschoppen» lässt Thomas Hürlimann den Schöpfer des «Grünen Heinrich» am Vorabend seines 70. Geburtstags nach Seelisberg fliehen, um etwaigen Ehrungen in Zürich auszuweichen. Am 18. Juli 2019, am Vorabend des 200. Geburtstags des Dichters, liest Hanspeter Müller-Drossaart diese wunderbare Geschichte, die 1998 in Einsiedeln von der Theatergruppe Chärnehus in einer dramatisierten Fassung zu sehen war, im Museum Fram.

Im Anschluss an die Lesung unterhält sich Walter Kälin mit Hürlimann über Keller. Der Zuger hat über den Zürcher im S. Fischer Verlag soeben ein «Grosses Lesebuch» herausgegeben.

Donnerstag,
18. Juli, 20 Uhr

Museum Fram

 

Donnerstag
27. Juni 2019
Das Einsiedler Salve Regina – Die Marienverehrung in der Musik und überhaupt
P. Lukas Helg und P. Alois Kurmann im Gespräch mit Walter Kälin
Fram-Club

Seit dem 17. Jahrhundert singen die Einsiedler Mönche täglich nach der Vesper das «Salve Regina». Sie schreiten zur Gnadenkapelle und huldigen der Schwarzen Madonna mit diesem betörend schönen Gesang. P. Lukas Helg aus dem Kloster Einsiedeln, Co-Kurator der aktuellen Ausstellung «Ein himmlisch’ Werk» im Museum Fram, veröffentlichte 2006 die musikgeschichtliche Studie «Das Einsiedler Salve Regina». Im Gespräch mit Walter Kälin gibt er Auskunft über die Marienverehrung in der Musik. Zum Marienkult generell nimmt der Einsiedler Mönch P. Alois Kurmann Stellung. Wie hat sich die Verehrung der Muttergottes im Lauf der Zeit entwickelt und wie ist sie aus heutiger Sicht einzuordnen?

Donnerstag,
27. Juni, 20 Uhr

Museum Fram

Sonntag
19. Mai 2019
Singen mit Pater Lukas
Zum Internationalen Museumstag pflegen wir das immaterielle Kulturerbe
Fram-Club

Mit seiner nächsten Veranstaltung kümmert sich der Fram-Club um die «Zukunft lebendiger Traditionen». So heisst das Motto, das der Internationale Museumsrat und der Verband der Museen der Schweiz zum Internationalen Museumstag am Sonntag, dem 19. Mai, ausgerufen hat. Die Museen sollen sich dem Publikum nicht mit ihren Objekten präsentieren, sondern das immaterielle Kulturerbe pflegen. Mit der «zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung» sei das «zu einem vitalen Anliegen unserer Gesellschaft» geworden, schreiben die Organisationen.

 

Zum immateriellen Kulturerbe gehören neben unseren Festen, Bräuchen und Ritualen zum Beispiel das Märchenerzählen, das Theaterspielen, Tanzen oder Musizieren. Und natürlich auch das Singen, das gemeinsame Singen im Speziellen. Der Fram-Club lädt Sangesfreudige – mit und ohne Talent – ins Museum Fram ein, um am Sonntagnachmittag mit Pater Lukas Helg «aus voller Kehl’ und frischer Brust» (Eichendorff) zu singen. Nachdem er 42 Jahre lang den Stiftschor und andere Formationen dirigiert hat, ist er für diese Aufgabe prädestiniert. Kommt dazu, dass er als Verantwortlicher der Musikbibliothek des Klosters und Co-Kurator der Ausstellung «Ein himmlisch’ Werk – Musikalische Schätze aus dem Kloster Einsiedeln» Zugang zu geeignetem Liedgut hat.

Sonntag,
19. Mai, 14 Uhr

Museum Fram

Donnerstag
06. Dezember 2018
Zur Aufführung der Einsiedler Messe
von Giovanni Simone Mayr und ein Hoch auf Pater Gall Morel
Fram-Club
Die handschriftliche Partitur der «Einsiedler Messe» von Giovanni Simone Mayr liegt in der Musikbibliothek des Klosters Einsiedeln, der 2019 eine Ausstellung im Museum Fram gewidmet sein wird. Zum ersten Mal aufgeführt wurde das Werk 1826 bei der Primiz von Pater Gall Morel. Dessen offensichtlich gut betuchter Bruder – er war Tuchhändler in Mailand – hat sie beim damals berühmten Giovanni Simone Mayr bestellt.

Donnerstag,
6. Dezember 2018, 20 Uhr

Museum Fram

 

Am 2. und 9. Dezember lässt P. Lukas Helg diese Messe in der Stiftskirche noch einmal aufleben. Es könnte die Krönung seiner 42-jährigen Tätigkeit als Stiftskapellmeister werden, die er im August seinem Nachfolger übergeben hat. Am Donnerstag dazwischen gibt er im Gespräch mit Walter Kälin Auskunft über den Komponisten, die Komposition, die Aufführung, seine eigenen Tätigkeiten im Kloster und – hoffentlich – auch über sich selber.
Heinz Nauer macht die Besucherinnen und Besucher mit dem Primizianten Gall Morel bekannt, diesem herausragenden Benediktinerpater, von dem im Professbuch des Klosters steht, er sei «der wohl universalste Geist» gewesen, «den das Stift besessen» habe. Er war nicht nur Lehrer, Rektor, Kapellmeister, Bibliothekar und Autor, sondern verfasste für den Benziger Verlag auch Jahrzehnte lang den erfolgreichen «Einsiedler Kalender».