Fram-Club
Der Fram-Club ist die Gönnervereinigung des Museums Fram und unterstützt das Museum ideell und finanziell. Er organisiert öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen und Aktivitäten rund um das Museum.
Der Vorstand besteht aus Marann Schneider-Schnyder (Präsidentin), Walter Kälin (Veranstaltungen), Rosi Honegger (Finanzen) und Ingrid Fässler-Heinzer (Organisation).
Eine Einzelperson bezahlt jährlich 33, eine Familie 44 und ein Paar 55 Franken. Der Jahresbeitrag für Kollektivmitglieder (Firmen, Vereine) kostet 300 Franken, Gönner sind ab 500 Franken dabei.
Es würde uns freuen, Sie als Mitglied des Fram-Clubs begrüssen zu können.
AGENDA

Die Pianistin Andrea Wiesli illustriert die Texte mit diesen Komponist:innen und Werken:
Joachim Raff: «La preghiera»
Carl Maria von Weber: «Aufforderung zum Tanz»
Felix Mendelssohn Bartholdy: «Rondo capriccioso»
Franz Liszt: «La campanella»
Clara Schumann: «Hexensabbat»
Hans Huber: «Ballade Nr. 1»
Hans Huber: «Romanze Nr. 4»
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Eintritt CHF 10.00, für Mitglieder des Fram-Clubs frei

Peter Hottinger liest Texte, in denen Menschen auftreten, die in der neuen Dauerausstellung «Ein Dorf von Welt» im Museum Fram in Einsiedeln erwähnt werden. Ulrich Zwingli rechtfertigt in einem Brief seinen Fehltritt als Leutpriester in Einsiedeln. Giacomo Casanova erzählt in seinen Memoiren, wie er unvermittelt vor dem Kloster Einsiedeln steht. Der Einsiedler Dichter Meinrad Lienert erzählt, wie das «Heleneli, der Pfauenwirtin Töchterlein» den Frauenbrunnen vor der Zerstörungswut der Franzosen rettet. Aus den Büchern des Benediktiners Cölestin Muff erfahren wir, wie gering dieser Mönch und Bestsellerautor die Frau Anfang des 20. Jahrhunderts schätzt. Friedrich Dürrenmatts Krimi «Der Richter und sein Henker» kommt zu Ehren, weil dieser Roman zum ersten Mal im Einsiedler Benziger Verlag veröffentlicht wird. Und schliesslich kommt in einer Hommage von Thomas Hürlimann der «Vogel Oechslin» geflogen, der seinen Wohn- und Arbeitsort seit langem in einer Bibliothek über dem Dorf Einsiedeln hat.

William Shakespeare (1564-1616)
Manchmal geschehen die grössten Wunder über Nacht – und am Tag darauf sieht die Welt anders aus. So ergeht es allen Beteiligten in der Komödie «A Midsummer Night’s Dream» (1595) von William Shakespeare. Im Zentrum stehen vier Liebende, unheilvoll miteinander verstrickt, eine Gruppe Handwerker, die in aller Heimlichkeit für eine Laienaufführung im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten zu Ehren des Herzogs probt, und das Königspaar der Elfen. Sie alle stecken in einer tiefen Beziehungskrise. Am nächsten Morgen reibt man sich die Augen: Es scheint nur ein Traum gewesen zu sein. Und doch hat sich – wie durch ein Wunder – über Nacht alles glücklich gefügt.
Studierende der Hochschule Luzern – Musik, die sich im Hauptfach «Gesang» ausbilden lassen, führen im Rahmen des Moduls «Sprechen für die Bühne» die Komödie «Ein Sommernachtstraum» als Sprecher und Sängerinnen auf.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Kollekte

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Shakespeares tiefgründiges Verwirrspiel erfreute sich vor allem bei den deutschen Romantikern grösster Beliebtheit. So komponierte der siebzehnjährige Felix Mendelssohn Bartholdy 1826 eine Ouvertüre, die auf kongeniale Weise den Zauber der Dichtung in Musik fasst. Sechzehn Jahre später fügte er auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm IV. Instrumentalstücke, Gesangsnummern für Sopransoli und Frauenchor sowie Melodramen hinzu, die auf raffinierte Weise Musik und Text verzahnen.
Für die Musik ist das renommierte und international gefragte Klavierduo Adrienne Soós und Ivo Haag verantwortlich. Ivo Haag ist auch Dozent an der Hochschule Luzern – Musik.
Die Leitung hat Christian Kipper.

Der 65-jährige Jurist Marco Baur aus Rüschlikon war über 30 Jahre lang bei diversen Versicherungsgesellschaften und Finanzberatungsunternehmen als Geschäftsleiter tätig. Als Hobbyfotograf hat es ihm vor allem die Sihl angetan. «Ich habe in der Sihl schwimmen gelernt. Und ich habe immer an der Sihl gelebt», sagte er 2024 gegenüber dem «Tages Anzeiger». Seiner Faszination für diesen Fluss ist das Buch «Die Sihl. Retour à la source» zu verdanken, das Baur in der Druckerei Franz Kälin AG in Einsiedeln herstellen liess.
Das Buch dokumentiert die Sihl von der Mündung bis zur Quelle mit Bildern nicht nur des Flusses, sondern auch mit Fotos von Gebäuden entlang der Sihl und von Menschen, die am Fluss leben oder arbeiten.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Eintritt CHF 10.00, für Mitglieder des Fram-Clubs frei

Die Musik zum 70-minütigen Film steuert der Pianist André Desponds bei. Er spielt live und lässt sich von den Bildern, die er zusammen mit dem Publikum im Museum Fram verfolgt, inspirieren.
André Desponds ist – um auf die Sihl anzuspielen – ein mit allen Wassern gewaschener Musiker, der sich im klassischen Fach, im Jazz und in der Unterhaltungsmusik gleichermassen zu Hause fühlt. Er ist Mitglied des von ihm gegründeten Gershwin Piano Quartet, bei dem er und seine drei Kollegen auf vier Flügeln spielen.

RÜCKSCHAU

Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
In den frühen 80er-Jahren erschienen im Benziger Verlag fünf Bücher des Schweizer Schriftstellers Emil Zopfi. Mit Einsiedeln verbindet ihn auch der Bildband «Die Mythen – Im Herzen der Schweiz». In unserer lockeren Reihe mit ehemaligen Benziger-Autoren ist Zopfi mit seinem 2021 erschienenen Roman «Der Untergang des Delphin» zu Gast. Er zeichnet darin eine wahre Katastrophe literarisch nach, indem er nicht nur erzählt, wie es gewesen war, sondern sich auch ausmalt, wie es gewesen sein könnte. Denn der Unfall in einer stürmischen Dezembernacht 1850 ist nicht umfassend dokumentiert und eröffnet dem Dichter Freiräume, die er souverän ausgestaltet. Oscar Sales Bingisser liest Ausschnitte aus dem Roman.

Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Am 24. November sind es auf den Tag genau 50 Jahre her, seit Mani Matter bei einem Autounfall ums Leben kam. Nach dem geplanten Auftritt in Rapperswil hätte er bei seinem Freund Franz Hohler übernachtet, der damals in Uetikon am See wohnte.
Alle Bücher von Mani Matter sind im Einsiedler Benziger Verlag erschienen. Zum 25. Todestag publizierte der gleiche Verlag einen Porträtband von Franz Hohler, der jetzt in überarbeiteter und erweiterter Version im Zytglogge Verlag herausgekommen ist.
In einer Videoaufzeichnung (Kamera: Franz Kälin) unterhält sich Walter Kälin mit Franz Hohler bei ihm zu Hause in Zürich-Oerlikon über die Ikone Matter.

Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
18.00 Uhr
Einführung in die «Einsiedler Vesper» von Carlo Donato Cossoni (1623-1700) von 18.00 bis ca. 18.45 Uhr im Museum Fram. Roland Wächter vom Forum Alte Musik Zürich stellt im Gespräch mit Walter Kälin den Komponisten und sein Werk näher vor. Anschliessend kleiner Apéro.
Die Aufführung in der Klosterkirche Einsiedeln beginnt um 20.15 Uhr. Die Ausführenden sind das Vokalensemble Novantiqua Bern und das Kesselberg Ensemble Basel (Ltg. Ilze Grudule). Die Gesamtleitung hat Bernhard Pfammatter.

Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Pater Jean-Sébastien, der dieses Jahr seinen 50. Geburtstag feiern kann, wurde schon früh mit dem Tod konfrontiert. Er war erst zehn Jahre alt, als sein Vater starb. Später, als Novize im Kloster Einsiedeln, erkrankte er so schwer, dass er seiner Mutter sagen musste, er könnte an dieser Krankheit sterben. Das «Memento mori» – Bedenke, dass du sterblich bist – kommt bei ihm, der durchaus lebenslustig ist, auch in seinen Bildern zum Ausdruck. Während seine Mitbrüder unterrichten, verwalten oder in der Seelsorge tätig sind, malt P. Jean-Sébastien, und er weiss dieses Privileg zu schätzen.
Im Gespräch mit Walter Kälin und inspiriert von einigen seiner Bilder denkt er über den Tod und das Leben, die Kunst und die Realität nach. Dies inmitten der Ausstellung «Vanitas. Gedankenspiele über Eitelkeit und Vergänglichkeit» im Museum Fram.

Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
19.00 Uhr
Ein Abend mit Daria Pezzoli-Olgiati (Input-Referat) und Walter Kälin (Moderation) als Begleitveranstaltung zur aktuellen Ausstellung «Vanitas. Gedankenspiele über Eitelkeit und Vergänglichkeit».
Die Tessinerin ist Professorin für Religionswissenschaft und Religionsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zusammen mit Anna-Katharina Höpflinger hat sie 2021 das Buch «Religion, Medien und die Corona-Pandemie» herausgegeben. Im gleichen Jahr erschien das «Handbuch Gender und Religion».

Donnerstag, 5. Mai 2022
20.00 Uhr
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
«Denn in deinen Morgen dämmert schon herein die Nacht». Diese Worte stammen aus dem «Grossen Welttheater» von Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Es ist die Stimme des Todes, die sie spricht und so das irdische Dasein der Schönheit beendet. Bereits bei unserer Geburt steht fest, dass wir eines Tages sterben werden. Dass das Leben endlich, dass alles vergänglich ist, wird schon im Alten Testament mit dem Motiv der Vanitas umschrieben. «Es ist alles eitel», übersetzte Martin Luther, und er meinte «eitel» im ursprünglichen Sinn von «nichtig».
Für die Mitglieder des Fram-Clubs bieten die Kuratorin Giulia Passsalacqua und der Kurator Heinz Nauer eine Führung durch die Ausstellung «Vanitas. Gedankenspiele über Eitelkeit und Vergänglichkeit» an.