Fram-Club
Der Fram-Club ist die Gönnervereinigung des Museums Fram und unterstützt das Museum ideell und finanziell. Er organisiert öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen und Aktivitäten rund um das Museum.
Der Vorstand besteht aus Marann Schneider-Schnyder (Präsidentin), Walter Kälin (Veranstaltungen), Rosi Honegger (Finanzen) und Ingrid Fässler-Heinzer (Organisation).
Eine Einzelperson bezahlt jährlich 33, eine Familie 44 und ein Paar 55 Franken. Der Jahresbeitrag für Kollektivmitglieder (Firmen, Vereine) kostet 300 Franken, Gönner sind ab 500 Franken dabei.
Es würde uns freuen, Sie als Mitglied des Fram-Clubs begrüssen zu können.
AGENDA
Diesen Frühling erschien ein neues Buch des Aargauer Schriftstellers Christian Haller, der vor drei Jahren für die Novelle «Sich lichtende Nebel» mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde.

Nach dem hell klingenden Titel des preisgekrönten Werks kommt das neue jetzt düsterer daher: «Einfall der Dämmerung». Der Leserin und dem Leser dämmert schon bald, worum es inhaltlich geht: Die Novelle beginnt mit einem 80. Geburtstag.
Haller selbst ist 83-jährig, im Älterwerden also schon ziemlich erfahren. Das Älterwerden und das Altsein kommen im neuen Buch denn auch ausgiebig zur Sprache. Walter Kälin wird den Autor nach der Lesung dazu befragen.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
Donnerstag, 24. September, 19.30 Uhr
Eintritt CHF 20.00, für Mitglieder des Fram-Clubs frei
An Einsiedeln erinnert sich Christian Haller gern: Als Dieter Bitterli 1992 «Das grosse Welttheater» von Pedro Calderón de la Barca in einer Neuinszenierung auf den Klosterplatz brachte, stand ihm Haller als Dramaturg zur Seite und erarbeitete eine Neufassung der Übersetzung von Joseph von Eichendorff.

RÜCKSCHAU

Heinz Nauer, Co-Kurator der Dauerausstellung «Ein Dorf von Welt» im Museum Fram, nimmt das Thema seiner Masterarbeit als Student der Universität Luzern auf: «Wie der Kanton Schwyz im 19. Jahrhundert mit heimatlosen und nicht sesshaften Menschen umging». In der Ausstellung ist dazu als Leihgabe des Bezirksarchivs Einsiedeln das «Stammbuch Vagabunden» aus den Jahren 1859 bis 1876 zu sehen. Über eine Zwangseingebürgerte, die nun als «Neubürgerin» bezeichnet wurde, heisst es, sie habe als Folge ihrer ständigen «Hurerei» zwei Kinder gehabt, die nun «glücklicherweise gestorben» seien.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
Donnerstag, 3. September 2026, 19.30 Uhr
Eintritt CHF 20.00, für Mitglieder des Fram-Clubs frei

Zwischen den beiden Vorträgen unterhält sich Walter Kälin mit P. Thomas Fässler und Heinz Nauer.

Der 65-jährige Jurist Marco Baur aus Rüschlikon war über 30 Jahre lang bei diversen Versicherungsgesellschaften und Finanzberatungsunternehmen als Geschäftsleiter tätig. Als Hobbyfotograf hat es ihm vor allem die Sihl angetan. «Ich habe in der Sihl schwimmen gelernt. Und ich habe immer an der Sihl gelebt», sagte er gegenüber dem «Tages Anzeiger». Seiner Faszination für diesen Fluss ist das Buch «Die Sihl. Retour à la Source» zu verdanken, das Baur in der Druckerei Franz Kälin AG in Einsiedeln herstellen liess.
Das Buch dokumentiert den Verlauf der Sihl von der Mündung bis zur Quelle mit Bildern nicht nur des Flusses, sondern auch mit Fotos von Gebäuden entlang der Sihl und von Menschen, die am Fluss leben oder arbeiten.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Eintritt CHF 10.00, für Mitglieder des Fram-Clubs frei

Die Musik zum 70-minütigen Film steuert der Pianist André Desponds bei. Er spielt live und lässt sich von den Bildern, die er zusammen mit dem Publikum im Museum Fram verfolgt, inspirieren.
André Desponds ist – um auf die Sihl anzuspielen – ein mit allen Wassern gewaschener Musiker, der sich im klassischen Fach, im Jazz und in der Unterhaltungsmusik gleichermassen zu Hause fühlt. Er ist Mitglied des von ihm gegründeten Gershwin Piano Quartet, bei dem er und seine drei Kollegen auf vier Flügeln spielen.


William Shakespeare (1564-1616)
Manchmal geschehen die grössten Wunder über Nacht – und am Tag darauf sieht die Welt anders aus. So ergeht es allen Beteiligten in der Komödie «A Midsummer Night’s Dream» (1595) von William Shakespeare. Im Zentrum stehen vier Liebende, unheilvoll miteinander verstrickt, eine Gruppe Handwerker, die in aller Heimlichkeit für eine Laienaufführung im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten zu Ehren des Herzogs probt, und das Königspaar der Elfen. Sie alle stecken in einer tiefen Beziehungskrise. Am nächsten Morgen reibt man sich die Augen: Es scheint nur ein Traum gewesen zu sein. Und doch hat sich – wie durch ein Wunder – über Nacht alles glücklich gefügt.
Studierende der Hochschule Luzern – Musik, die sich im Hauptfach «Gesang» ausbilden lassen, führen im Rahmen des Moduls «Sprechen für die Bühne» die Komödie «Ein Sommernachtstraum» als Sprecher und Sängerinnen auf.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Kollekte

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Shakespeares tiefgründiges Verwirrspiel erfreute sich vor allem bei den deutschen Romantikern grösster Beliebtheit. So komponierte der siebzehnjährige Felix Mendelssohn Bartholdy 1826 eine Ouvertüre, die auf kongeniale Weise den Zauber der Dichtung in Musik fasst. Sechzehn Jahre später fügte er auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm IV. Instrumentalstücke, Gesangsnummern für Sopransoli und Frauenchor sowie Melodramen hinzu, die auf raffinierte Weise Musik und Text verzahnen.
Für die Musik ist das renommierte und international gefragte Klavierduo Adrienne Soós und Ivo Haag verantwortlich. Ivo Haag ist auch Dozent an der Hochschule Luzern – Musik.
Die Leitung hat Christian Kipper.

Die Pianistin Andrea Wiesli illustriert die Texte mit diesen Komponist:innen und Werken:
Joachim Raff: «La preghiera»
Carl Maria von Weber: «Aufforderung zum Tanz»
Felix Mendelssohn Bartholdy: «Rondo capriccioso»
Franz Liszt: «La campanella»
Clara Schumann: «Hexensabbat»
Hans Huber: «Ballade Nr. 1»
Hans Huber: «Romanze Nr. 4»
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Eintritt CHF 10.00, für Mitglieder des Fram-Clubs frei

Peter Hottinger liest Texte, in denen Menschen auftreten, die in der neuen Dauerausstellung «Ein Dorf von Welt» im Museum Fram in Einsiedeln erwähnt werden. Ulrich Zwingli rechtfertigt in einem Brief seinen Fehltritt als Leutpriester in Einsiedeln. Giacomo Casanova erzählt in seinen Memoiren, wie er unvermittelt vor dem Kloster Einsiedeln steht. Der Einsiedler Dichter Meinrad Lienert erzählt, wie das «Heleneli, der Pfauenwirtin Töchterlein» den Frauenbrunnen vor der Zerstörungswut der Franzosen rettet. Aus den Büchern des Benediktiners Cölestin Muff erfahren wir, wie gering dieser Mönch und Bestsellerautor die Frau Anfang des 20. Jahrhunderts schätzt. Friedrich Dürrenmatts Krimi «Der Richter und sein Henker» kommt zu Ehren, weil dieser Roman zum ersten Mal im Einsiedler Benziger Verlag veröffentlicht wird. Und schliesslich kommt in einer Hommage von Thomas Hürlimann der «Vogel Oechslin» geflogen, der seinen Wohn- und Arbeitsort seit langem in einer Bibliothek über dem Dorf Einsiedeln hat.

Lorenz Küchler, Viola
Bratschenstudium bei Wendy Enderle-Champney und Christoph Schiller. Barockbratschenstudium bei Monika Bär. Er war Bratschenstimmführer im Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester (SJSO) und ist Mitglied der Kammermusikgruppe Accento Musicale. Nebst seiner musikalischen Tätigkeit arbeitet er als Sprachtechnologe beim Schweizerdeutschen Wörterbuch Idiotikon.
Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
20.00 Uhr
Eintritt frei, Kollekte.
Flyer mit Details zum Programm
Das noch namenlose Streichquartett spielt das Quartett No. 4 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und das Quartett No. 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Das Streichquartett mit einer Berufsmusikerin und drei Berufsmusikern wurde 2025 von Lorenz Küchler gegründet. Die vier kennen sich aber schon sehr viel länger, unter anderem aus der gemeinsamen Zeit im Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester:
Aude Delisle, Violine
Hat bei Herwig Zack an der HfM Würzburg und bei Hildegard Wind an der HfM Nürnberg Violine studiert und den Master Orchester abgeschlossen. Danach hat sie den Bachelor in Psychologie an der Universität Bern gemacht. Derzeit studiert sie Pädagogik Bratsche bei Gertrud Weinmeister an der HKB. Sie war Mitglied des Schweizerischen Jugend-Sinfonie-Orchesters.
Simon Wenger, Violine
Dirigent und Geiger. Geboren in Bern, aufgewachsen in Kapstadt, lebt in Winterthur. Studien in Basel (Thomas Füri) und Zürich (Orchesterleitung, Iwan Wassilevski). Meisterkurse bei Franco Gulli (Violine), Gérard Caussé (Viola), George Gruntz (Jazz-Improvisation). Wenger ist Dirigent des Winterthurer JugendSinfonieOrchester (WJSO) und unterrichtet Violine am Konservatorium Winterthur
David Lüthy, Violoncello
Lebt und arbeitet in Winterthur. Er studierte Cello an der ZHdK bei Susanne Basler und Roël Dieltiens, wo er das Lehrdiplom und den Master of Music Performance erlangte. Als wichtige Nebenfächer besuchte er Barockcello- und Dirigierunterricht. Gerne tritt er solistisch auf und spielt begeistert Kammermusik. Zudem war er Stimmführer des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters.

Museum Fram, Eisenbahnstrasse 19, Einsiedeln
Donnerstag, 30. Oktober, 20.00 Uhr
Eintritt: CHF 10.00 (Für Mitglieder des Fram-Clubs frei)
Die bald 56-jährige Maria Schönbächler wuchs in Willerzell am Sihlsee auf und absolvierte eine kaufmännische Lehre auf der Post, weil sie glaubte, für das Gymnasium nicht gescheit genug zu sein.
Heute ist sie Professorin am Departement Erd- und Planetenwissenschaften der ETH Zürich und stellvertretende Leiterin des Instituts für Geochemie und Petrologie.
Über ihren Weg vom Postschalter in den Hörsaal, ihre wissenschaftliche Tätigkeit und den Alltag als Professorin gibt sie im Gespräch mit Walter Kälin Auskunft.